So entstehen unsere Übungsfragen
Kurz erklärt: Jede Übungsfrage im Kurs durchläuft vor der Freigabe zwei getrennte Prüfungen: Sie wird ohne Kenntnis der hinterlegten Lösung neu gelöst, Rechenaufgaben werden per Programm nachgerechnet, und doppelte Fragen werden automatisch abgewiesen. Erst danach erscheint sie im Kurs. Stand: Oktober 2026, Quelle: Prüfsystem des Kurses.
Auf dieser Seite steht, wie die Übungsfragen im Einstellungstest Trainingscenter entstehen, welche Regeln sie erfüllen müssen und was mit einer Frage geschieht, die jemand als fehlerhaft meldet. Beschrieben wird nur, was im Kurs tatsächlich so eingerichtet ist.
Inhalt
Einstellungstest Trainingscenter ab 34 € inkl. MwSt.
Laufzeit wählenWie eine Frage entsteht
Die Fragen schreibt ein KI-Sprachmodell nach einer festen schriftlichen Anweisung, die der Betreiber des Kurses vorgibt. Diese Anweisung legt für jedes Thema fest, welche Aufgabenformen erlaubt sind, wie die Schwierigkeit verteilt ist und welche Texte zu jeder Frage gehören. Gearbeitet wird in kleinen Paketen: Bei Textthemen entstehen höchstens 20 Fragen auf einmal, die vollständig geprüft werden, bevor das nächste Paket beginnt.
Ein Teil der Themen arbeitet anders. Grafische Aufgaben wie Figurenmatrizen sowie viele Rechen- und Merkaufgaben erzeugt ein Programm auf dem Server. Aufgabe, Bild, Antwortmöglichkeiten und richtige Lösung stammen dabei aus denselben Daten, sodass Bild und Lösung nicht auseinanderfallen können. Geschrieben werden in diesen Themen nur der Lösungsweg, die Erklärung bei falscher Antwort und der Tipp.
Regeln, die jede Frage erfüllen muss
- Eindeutig: Die richtige Antwort – bei Mehrfachauswahl genau die markierten – steht ohne Auslegungsspielraum fest. Alle nötigen Angaben wie Einheit, Rundung oder Bezugsgröße stehen in der Frage.
- Zeitlos: Keine Fragen, deren Antwort sich ändern kann – also keine amtierenden Personen, keine veränderlichen Zahlen wie Einwohner oder Beitragssätze und keine Bezüge auf „aktuell“ oder „heute“.
- Neutral: Keine lebenden Personen, keine realen Firmen oder Marken, keine Stereotype und keine politischen Wertungen.
- Eigene Aufgaben: Keine Originalaufgaben aus geschützten Testverfahren oder Testbüchern.
- Faire Antwortmöglichkeiten: Die Antworten werden im Quiz gemischt. Deshalb gibt es keine Optionen wie „alle genannten“, und die richtige Antwort darf nicht durch Länge oder Form auffallen.
Erste Prüfung: nachrechnen und blind lösen
Noch bevor ein Paket in den Kurs übernommen wird, durchläuft es drei Schritte. Rechenaufgaben, Zahlenreihen, Logik- und Kalenderaufgaben werden per Programm erzeugt oder nachgerechnet, nicht im Kopf. Bei Zahlenreihen prüft das Programm zusätzlich, ob eine zweite einfache Regel zu einem anderen Ergebnis führen würde.
Danach wird bei Textthemen jede Frage in einem eigenen Prüfschritt neu gelöst, der die markierte Lösung nicht kennt. Er gibt an, welche Antwort er wählt, ob er sich sicher ist, ob eine zweite Antwort ebenfalls vertretbar wäre und ob die Formulierung missverständlich ist. Weicht seine Lösung ab oder trifft einer dieser Punkte zu, wird die Frage umformuliert oder ersetzt und erneut geprüft. Besteht sie auch den zweiten Versuch nicht, wird sie gestrichen. Ein Paket darf dadurch kleiner ausfallen – eine zweifelhafte Frage wird nicht übernommen. Bei den programmerzeugten Themen entfällt dieser Schritt, weil die Lösung aus denselben Daten wie die Aufgabe stammt; dort wird nachgerechnet und auf Dubletten geprüft. Die Zweitprüfung gilt für alle Themen.
Zweite Prüfung vor der Freigabe
Neue und geänderte Fragen sind zunächst für Teilnehmer nicht sichtbar. Ein eigener Prüflauf, der unabhängig von der Erstellung arbeitet, erhält die Frage wieder ohne markierte Lösung. Die hinterlegte Lösung ruft er nach seiner Anweisung erst ab, nachdem er die Frage selbst gelöst hat. Ein Prüfergebnis nimmt das System erst an, nachdem die hinterlegten Lösungen abgerufen wurden.
Für jede Frage gibt es drei mögliche Ergebnisse:
- Freigegeben: Die Frage erscheint im Kurs.
- Korrigiert: Die verbesserte Fassung ersetzt die alte, bleibt aber unsichtbar, bis sie die Zweitprüfung erneut bestanden hat. Wäre die Korrektur eine Dublette einer vorhandenen Frage, wird die Frage stattdessen gesperrt.
- Gesperrt: Die Frage wird aus dem Kurs genommen. Das gilt auch für Fragen, die nach zwei Korrekturen weiterhin zweifelhaft sind.
Schutz vor doppelten Fragen
Damit ein Themenpool nicht dieselbe Aufgabe in leicht anderer Form mehrfach enthält, vergleicht das System jede neue Frage beim Import mit dem Bestand. Der Vergleich ignoriert Groß- und Kleinschreibung, Leerzeichen, Satzzeichen, Tausenderpunkte in Zahlen und die Reihenfolge der Antworten. Rechenaufgaben mit denselben Zahlen und derselben Lösung gelten auch dann als doppelt, wenn sie anders formuliert sind oder in einem anderen Thema desselben Bereichs stehen. Findet das System eine solche Dublette, wird das gesamte Paket abgewiesen und muss mit einer anderen Aufgabe neu eingereicht werden.
Was zu jeder Frage gehört
Jede Frage hat drei Begleittexte: einen Lösungsweg in wenigen Sätzen oder Rechenschritten, eine Erklärung für den Fall einer falschen Antwort, die mit der richtigen Lösung beginnt und den häufigsten Denkfehler benennt, und einen Tipp, den Sie schon vor dem Antworten aufrufen können. So sieht das an einer eigenen Beispielaufgabe aus:
Drei gleich schnelle Drucker brauchen für einen Auftrag 12 Minuten. Wie lange brauchen vier dieser Drucker für denselben Auftrag? Antwortmöglichkeiten: 8 Minuten, 9 Minuten, 10 Minuten, 16 Minuten.
Lösung und Begleittexte anzeigen
Lösungsweg: Mehr Drucker brauchen weniger Zeit – es handelt sich um einen umgekehrten Dreisatz. Ein Drucker allein bräuchte 3 × 12 = 36 Minuten. Vier Drucker brauchen 36 : 4 = 9 Minuten.
Bei falscher Antwort: Richtig ist: 9 Minuten. Häufig wird gerechnet, als ob mehr Drucker mehr Zeit bräuchten (12 : 3 × 4 = 16 Minuten).
Tipp: Fragen Sie sich vor dem Rechnen: „Je mehr, desto weniger?“ Wenn ja, multiplizieren Sie zuerst und teilen dann.
Fehler melden
Trotz dieser Schritte lässt sich ein Fehler nicht ganz ausschließen. Angemeldeten Teilnehmern wird deshalb unter jeder Frage im Kurs der Link „Fehler in dieser Frage melden“ angezeigt. Sie wählen einen Grund – die markierte Lösung ist falsch, mehrere Antworten sind richtig, die Frage ist missverständlich, ein Rechtschreib- oder Tippfehler, Sonstiges – und können eine kurze Beschreibung ergänzen.
Eine gemeldete Frage geht zurück in die Zweitprüfung und wird dort vor den übrigen Fragen bearbeitet. Bis zum Ergebnis bleibt sie im Kurs sichtbar. Danach wird sie bestätigt, korrigiert oder gesperrt wie oben beschrieben.
Wie geübt wird
Jedes Thema hat einen eigenen Fragenpool. Eine Übungsrunde zieht daraus 20 Fragen in zufälliger Auswahl und mischt auch die Reihenfolge der Antworten. Wer ein Thema mehrfach übt, bekommt deshalb keine feste Abfolge, die sich auswendig lernen ließe.
Was die Prüfung nicht leistet
Die Übungsfragen bilden typische Aufgabenarten aus Einstellungstests nach. Sie sind keine Originalaufgaben einer Behörde oder eines Unternehmens, und der Kurs sagt nicht voraus, welche Aufgaben in Ihrem Test vorkommen. Wie das Auswahlverfahren eines Berufs abläuft, legt die jeweilige Behörde oder der Arbeitgeber fest; maßgeblich sind deren eigene Angaben.
Stand der Prüfung
Am 24. Oktober 2026 waren im Kurs 25.220 Übungsfragen aus 270 Themen freigegeben; keine Frage wartete auf die Zweitprüfung oder war gemeldet. Bis dahin waren insgesamt 183 Fragen gesperrt und aus dem Kurs genommen worden. Die Zahlen stammen aus dem Prüfsystem des Kurses und ändern sich, sobald neue Fragen hinzukommen.